Asbesthaltige Fassadenplatten entfernen – Referenzprojekt in Ingolstadt
Asbesthaltige Fassadenplatten entfernen, bevor der Bagger kommt – so lässt sich der Auftrag in Ingolstadt zusammenfassen. Das Bestandsgebäude war zum Abriss vorgesehen, die Fassade asbesthaltig verkleidet. Statt ein Standgerüst aufzubauen, haben wir die Platten von einer Arbeitsbühne aus Stück für Stück demontiert, in zugelassenen Big-Bags verpackt und mit Entsorgungsnachweis abgeführt – vollständig nach TRGS 519.
Eckdaten: Standort Ingolstadt · Bestandsgebäude · Demontage asbesthaltiger Fassadenplatten · Anschließender kompletter Rückbau
Das Bauvorhaben in Ingolstadt
In Ingolstadt stand ein Bestandsgebäude vor dem vollständigen Abriss. Bevor die Abbruchmaschinen anrücken konnten, war eine fachgerechte Asbestsanierung in Ingolstadt notwendig: Die Fassade war mit asbesthaltigen Platten verkleidet, die nach den geltenden Vorschriften — insbesondere der TRGS 519 — vor jedem Eingriff in die Bausubstanz sicher demontiert und entsorgt werden müssen.
Bau2day wurde mit der Schadstoffsanierung beauftragt und übernahm die komplette Demontage und Entsorgung der asbesthaltigen Fassadenplatten unter Einhaltung aller gesetzlichen Vorgaben.
Warum Fassadenplatten asbesthaltig sein können
Asbestzement war zwischen den 1950er-Jahren und den frühen 1990er-Jahren das Standardmaterial für Fassadenverkleidungen. Die Platten sind leicht, witterungsbeständig und schnell montiert – Eigenschaften, die sie über Jahrzehnte zur ersten Wahl für Bestandsgebäude machten. Erst am 31. Oktober 1993 wurde Asbest in Deutschland vollständig verboten. Alles, was davor gebaut oder verkleidet wurde, gilt deshalb bis zum Gegenbeweis als verdächtig.
Ansehen kann man einer Fassadenplatte den Asbestgehalt nicht. Weder Farbe noch Oberfläche noch Format lassen einen sicheren Schluss zu – asbestfreie Faserzementplatten aus den Jahren danach sehen praktisch identisch aus. Klarheit bringt allein eine Materialprobe im Labor. Genau deshalb steht die Probenahme am Anfang jedes Projekts, nicht am Ende der Planung.
Asbesthaltige Fassadenplatten: fachgerechte Demontage statt Sanierung
Bei klassischen Sanierungsprojekten wird die Bausubstanz nach der Asbestentfernung erhalten und neu verkleidet. Hier sah die Planung anders aus: Nach Abschluss der Asbestarbeiten war kein Wiederaufbau, sondern der vollständige Rückbau des Gebäudes vorgesehen. Diese Ausgangslage hat unmittelbar Einfluss auf die Wahl der Arbeitsmethoden.
Warum kein klassisches Gerüst? — Arbeitsbühne als wirtschaftliche Lösung
Da das Gebäude ohnehin abgerissen werden sollte, wäre der Aufbau eines klassischen Fassadengerüsts wirtschaftlich nicht vertretbar gewesen. Bau2day entschied sich daher bewusst gegen eine Standlösung und für eine mobile Arbeitsbühne. Das hatte zwei Vorteile auf einen Schlag:
- Effizienz: Die Arbeitsbühne lässt sich flexibel an jeden Punkt der Fassade fahren, statt erst Ebenen aufzubauen.
- Bauzeit: Kein Gerüstbau, kein Gerüstabbau — der Rückbau beginnt am selben Tag.
Die Arbeitsbühne wurde bei der Baulift GmbH in Ingolstadt angemietet — ein verlässlicher regionaler Partner, der kurze Reaktionszeiten und passendes Gerät direkt vor Ort sicherstellte.
Ablauf des Rückbau-Projekts in Ingolstadt
1. Analyse, Probenahme und TRGS-519-Vorbereitung
Vor dem ersten Handgriff erfolgte die Probenahme der Fassadenplatten zur Bestätigung des Asbestgehalts. Auf Basis des Befundes wurden Schutzklasse, Persönliche Schutzausrüstung (PSA) und das gesamte Sicherheitskonzept nach TRGS 519 festgelegt. Anwohner und benachbarte Gewerke wurden informiert, der Arbeitsbereich abgesperrt und gekennzeichnet.
2. Sichere Demontage der Asbestplatten
Die asbesthaltigen Fassadenplatten wurden Stück für Stück und ohne mechanische Bearbeitung von der Holzlattung gelöst. Bruchgefahr und Faserfreisetzung wurden durch das vorgegebene Vorgehen minimiert. Während der gesamten Demontage befand sich das geschulte Bau2day-Team in vollständiger Schutzausrüstung — sicher für Mitarbeiter, sicher für die Umgebung.
3. Verpackung, Abtransport und zertifizierte Entsorgung
Direkt nach der Demontage wurden die Platten in zugelassene Big-Bags verpackt, lückenlos dokumentiert und über einen zertifizierten Entsorgungspartner zur Asbestentsorgung in Bayern abgeführt. Jeder Schritt wurde mit Entsorgungsnachweis belegt.
Muss Asbest vor dem Abriss entfernt werden?
Ja. Auch wenn ein Gebäude anschließend vollständig abgerissen wird, dürfen asbesthaltige Bauteile nicht einfach mit abgebrochen werden. Ein Bagger zerbricht die Platten und setzt dabei Fasern frei, die sich über das Grundstück und die Nachbarschaft verteilen. Der gesamte Bauschutt wäre danach kontaminiert und müsste als gefährlicher Abfall entsorgt werden – mit deutlich höherem Aufwand als bei getrenntem Rückbau. Der Rückbau lief deshalb in der vorgeschriebenen Reihenfolge: erst die Schadstoffe, dann die Bausubstanz.
Dasselbe gilt bei der Entkernung. Wird ein Gebäude bis auf den Rohbau zurückgebaut, kommen Bodenbeläge, Kleber, Leitungsdämmungen und Fassadenverkleidungen gleichzeitig aus dem Bestand. Wer die Entkernung startet, bevor die Schadstoffe raus sind, kontaminiert den gesamten Bauschutt und macht aus einem abgegrenzten Rückbau eine Sanierung des ganzen Grundstücks.
Eingesetzte Technik und Partner vor Ort
- Arbeitsbühne (gemietet bei Baulift GmbH, Ingolstadt) statt klassisches Standgerüst
- Persönliche Schutzausrüstung in der für Fassadenplatten festgelegten Schutzstufe
- Zugelassene Big-Bags und Spezialtransport
- Lückenlose Entsorgungsdokumentation
Wovon der Aufwand abhängt
Der Aufwand hängt an wenigen, gut greifbaren Faktoren. Den größten Anteil machen die Fläche und die Zugänglichkeit der Fassade aus – eine gerade Giebelseite an der Straße ist schneller abgearbeitet als eine verwinkelte Rückseite. Dazu kommen die Entsorgungsmenge und der Zustand der Platten: bereits gebrochene Platten erfordern mehr Sorgfalt und mehr Verpackungsmaterial.
Die dritte Stellschraube ist die Zugangstechnik, und genau die hat bei diesem Auftrag den Ausschlag gegeben. Statt ein komplettes Fassadengerüst samt Auf- und Abbau zu kalkulieren, reichte eine angemietete Arbeitsbühne für die gesamte Demontage. Wir sehen uns das Objekt an, nehmen im Zweifel eine Materialprobe und legen anschließend schriftlich fest, welche Leistungen enthalten sind — Demontage, Verpackung, Transport und Entsorgungsnachweis. Nachträge nach Baubeginn gibt es bei uns nicht.
Die Eckdaten des Ingolstädter Projekts
Position
Detail
Standort
85051 Ingolstadt
Leistung
Rückbau und Asbestsanierung Fassade
Material
Asbesthaltige Fassadenplatten
Arbeitsmittel
Arbeitsbühne (Baulift GmbH)
Vorschriftenrahmen
TRGS 519
Folgegewerk
Kompletter Gebäudeabriss
Asbestfassade vor dem Abriss?
Ob einzelne Platten, eine komplette Gebäudehülle oder der Rückbau samt Abriss – wir nehmen die Probe vor Ort, legen das Schutzkonzept nach TRGS 519 fest und legen auf dieser Grundlage den Ablauf fest. Für Ingolstadt und den Großraum Bayern, mit Entsorgungsnachweis für jede Charge.
Mehr zu unseren Leistungen finden Sie unter Asbestsanierung in Ingolstadt. Ein vergleichbares Projekt mit asbesthaltigen Fassadenplatten haben wir in Lengenfeld dokumentiert: Asbest-Fassadenplatten an einer Bergehalle.