Wo die Fasern in Hammer Gebäuden stecken
Fundorte kennen, bevor man aufmacht.
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Am häufigsten finden wir zementgebundene Wellplatten auf Garagen, Ställen und Hallendächern, dazu Fassadenschindeln, Lüftungskanäle und Rohrisolierungen aus der Zechen- und Werkstattzeit. Im Wohnbestand sind es eher Bodenbeläge, Kleberreste unter Fliesen, Fensterbänke und die Rückwände alter Nachtspeichergeräte. Verdächtig ist grundsätzlich alles, was vor 1993 eingebaut wurde. Statt zu raten, entnehmen wir gezielt Proben und lassen sie prüfen – das dauert wenige Tage und erspart die deutlich aufwendigere Variante, mitten im Rückbau überrascht zu werden. Auch eine Platte, die von außen unbeschädigt wirkt, ist nach Jahrzehnten Witterung selten intakt: Moosbewuchs, Frostrisse und ausgewaschene Oberflächen lösen die Zementmatrix an, sodass Fasern bereits ohne Bearbeitung austreten können. Verwitterte Eindeckungen sind deshalb kein Fall, den man aussitzen sollte, sondern eher ein Hinweis darauf, den Zustand fachlich bewerten zu lassen, bevor Regen und Wind die Substanz weiter angreifen.
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