Asbest-Fassadenplatten entfernen an einer Bergehalle in Lengenfeld
Eckdaten: Standort Lengenfeld (Vogtland) · landwirtschaftlicher Betrieb · Berge- und Lagerhalle · 1.200 m² asbesthaltige Fassadenplatten · zerstörungsfreie Demontage nach TRGS 519 · staubdichte Verpackung, Transport und Entsorgung mit Nachweis · Projekt abgeschlossen
An einer Berge- und Lagerhalle in Lengenfeld im Vogtland haben wir 1.200 m² asbesthaltige Fassadenplatten demontiert und entsorgt. Es war der größere von zwei Bauabschnitten auf demselben Hof – im ersten Abschnitt hatten wir bereits das Schleppdach von Asbest-Dachplatten befreit. Der Bericht zeigt, wie sich Asbest-Fassadenplatten entfernen lassen, ohne dass Fasern in Umgebung, Stallbereich und Boden gelangen.
Das Bauvorhaben: Bergehalle eines Landwirtschaftsbetriebs
Die Halle dient dem Betrieb als Bergeraum für Erntegut, Maschinen und Betriebsmittel. Ihre Außenhaut bestand vollflächig aus großformatigen Asbestzementplatten, die auf eine Holz- und Stahlunterkonstruktion geschraubt waren – eine Bauweise, die im ländlichen Sachsen bis in die 1990er-Jahre sehr verbreitet war, weil sie große Flächen schnell und günstig schließt. Nach Jahrzehnten waren viele Platten an den Kanten ausgebrochen, einzelne durch Sturm gerissen. Bevor die Halle neu eingekleidet werden konnte, musste die komplette Asbestfassade herunter.
Asbest-Fassadenplatten erkennen – typische Merkmale
Asbesthaltige Fassadenplatten wurden als ebene Tafeln oder als Wellplatten verbaut, meist grau, gelegentlich farbig beschichtet. Erkennbar sind sie an der spröden, zementartigen Struktur, am faserigen Bruchrand und an Prägungen auf der Rückseite. Verbaut wurde das Material an Hallen, Ställen, Trafohäuschen, Garagen und als Wetterschale an Wohngebäuden. Gewissheit bringt nur eine Laborprobe, und die nehmen wir vor Beauftragung – denn ob eine Fassade asbesthaltig ist, entscheidet über Verfahren, Schutzmaßnahmen und Entsorgungsweg.
Warum die Fassade meist mehr Fläche hat als das Dach
Bei landwirtschaftlichen Hallen wird die Fassadenfläche regelmäßig unterschätzt. In diesem Projekt standen 300 m² Dachfläche im ersten Bauabschnitt 1.200 m² Fassade im zweiten gegenüber – das Vierfache. Für die Planung heißt das: mehr Gerüst, mehr Verpackungsmaterial, deutlich mehr Entsorgungsvolumen und eine längere Bauzeit. Wir kalkulieren solche Projekte deshalb bewusst in Abschnitten, damit der Betrieb weiterlaufen kann und nicht die gesamte Halle gleichzeitig offen steht.
So haben wir die Asbestplatten an der Fassade demontiert
1. Anzeige, Gefährdungsbeurteilung und Unterweisung
Auch für die Fassade galt: erst anzeigen, dann arbeiten. Wir haben die Sanierung bei der zuständigen Behörde angemeldet, die Gefährdungsbeurteilung erstellt und das Team objektbezogen unterwiesen. Festgelegt wurden Arbeitsverfahren, Schutzmaßnahmen, Zuwegung und die Abfolge der Fassadenseiten, damit die Halle nie unnötig lange vollständig offen steht.
2. Baustelleneinrichtung, Zugangstechnik und Absperrung
Für 1.200 m² Fassade braucht es eine belastbare Baustelleneinrichtung: abgesperrter und gekennzeichneter Arbeitsbereich, sichere Zugangstechnik über die volle Höhe, Personenschleuse, Schutzanzüge der Kategorie III, Atemschutz mit P3-Filter sowie ein Bereitstellungsplatz für das verpackte Material mit direkter Anbindung an die Verladung.
3. Zerstörungsfreie Demontage nach TRGS 519
Die Platten wurden einzeln von der Unterkonstruktion gelöst und im Ganzen abgenommen. Verschraubungen werden gelöst statt aufgeflext, festsitzende Befestigungen vorsichtig ausgetrieben; verwitterte Flächen behandeln wir vor der Demontage mit Restfaserbindemittel. Trennschleifer, Bohrhammer oder Hochdruckreiniger kommen an einer Asbestfassade nicht zum Einsatz, weil jedes dieser Werkzeuge Fasern in großer Menge freisetzt. Beschädigte Platten werden gesondert behandelt und sofort verpackt.
4. Verpackung, Transport und Entsorgung
Jede abgenommene Platte wurde unmittelbar staubdicht verpackt, gekennzeichnet und auf dem Bereitstellungsplatz gesichert. Von dort ging das Material in mehreren Fuhren zur zugelassenen Deponie. Bei 1.200 m² Fassade kommt eine erhebliche Masse zusammen, deshalb haben wir Verpackung, Verladung und Abtransport eng getaktet, damit kein verpacktes Asbestmaterial länger als nötig auf dem Hof steht. Der Entsorgungsnachweis dokumentiert lückenlos, wo die Platten geblieben sind.
Innenansicht: Was nach der Demontage sichtbar wird
Sobald die Außenhaut ab ist, zeigt sich die Konstruktion darunter – und damit auch, was zusätzlich saniert werden muss. In dieser Halle waren Unterkonstruktion und Dachtragwerk in gutem Zustand, sodass der Betrieb direkt neu einkleiden konnte. Häufig finden sich in dieser Bauphase weitere asbesthaltige Bauteile, etwa Lichtplatten, Firstelemente oder Dachdurchführungen. Wir prüfen das im laufenden Rückbau mit und melden es, bevor daraus ein zweiter Auftrag mit erneuter Baustelleneinrichtung wird.
Projektdaten im Überblick
Objekt: landwirtschaftlicher Betrieb in Lengenfeld (Vogtland) · Bauteil: Berge- und Lagerhalle, Fassade · Material: asbesthaltige Fassadenplatten aus Asbestzement · Fläche: 1.200 m² · Verfahren: zerstörungsfreie Demontage nach TRGS 519 · Leistungen: Genehmigungen und Unterweisungen, Baustelleneinrichtung, Demontage, staubdichte Verpackung, Transport und Entsorgung · Status: abgeschlossen
Was kostet es, Asbest-Fassadenplatten entfernen zu lassen?
Maßgeblich sind Fläche, Höhe und Zugänglichkeit der Fassade, der Zustand der Platten, die Art der Befestigung sowie die Entfernung zur Deponie. Große, gut zugängliche Hallenflächen lassen sich pro Quadratmeter günstiger sanieren als kleinteilige Fassaden mit vielen Anschlüssen und Durchbrüchen. Wir kalkulieren nach Aufmaß und geben einen Festpreis, der Demontage, Verpackung, Transport und Entsorgung einschließt – inklusive Nachweis.
Asbestfassade im Vogtland sanieren? Sprechen Sie uns an
Ob Bergehalle, Stall, Werkstatt oder Wohngebäude mit Asbest-Wetterschale: Wenn Sie in Lengenfeld oder im Vogtlandkreis Asbest-Fassadenplatten entfernen lassen wollen, übernehmen wir Anzeige, Demontage nach TRGS 519, Verpackung, Transport und Entsorgungsnachweis aus einer Hand. Senden Sie uns Fotos und ein grobes Aufmaß, dann melden wir uns kurzfristig mit einem Festpreisangebot. Den ersten Bauabschnitt dieses Hofes finden Sie in unserem Referenzprojekt zum Schleppdach mit 300 m² Asbest-Dachplatten.