Asbesthaltige Fassadenplatten an der Bergehalle eines Landwirtschaftsbetriebs in Lengenfeld im Vogtland
Referenzprojekt 2026

Asbest-Fassadenplatten Lengenfeld – Bergehalle

Abgeschlossen: 24. Juli 2026

Asbest-Fassadenplatten entfernen an einer Bergehalle in Lengenfeld

Eckdaten: Standort Lengenfeld (Vogtland) · landwirtschaftlicher Betrieb · Berge- und Lagerhalle · 1.200 m² asbesthaltige Fassadenplatten · zerstörungsfreie Demontage nach TRGS 519 · staubdichte Verpackung, Transport und Entsorgung mit Nachweis · Projekt abgeschlossen

An einer Berge- und Lagerhalle in Lengenfeld im Vogtland haben wir 1.200 m² asbesthaltige Fassadenplatten demontiert und entsorgt. Es war der größere von zwei Bauabschnitten auf demselben Hof – im ersten Abschnitt hatten wir bereits das Schleppdach von Asbest-Dachplatten befreit. Der Bericht zeigt, wie sich Asbest-Fassadenplatten entfernen lassen, ohne dass Fasern in Umgebung, Stallbereich und Boden gelangen.

Bergehalle in Lengenfeld mit asbesthaltigen Fassadenplatten vor der Demontage

Das Bauvorhaben: Bergehalle eines Landwirtschaftsbetriebs

Die Halle dient dem Betrieb als Bergeraum für Erntegut, Maschinen und Betriebsmittel. Ihre Außenhaut bestand vollflächig aus großformatigen Asbestzementplatten, die auf eine Holz- und Stahlunterkonstruktion geschraubt waren – eine Bauweise, die im ländlichen Sachsen bis in die 1990er-Jahre sehr verbreitet war, weil sie große Flächen schnell und günstig schließt. Nach Jahrzehnten waren viele Platten an den Kanten ausgebrochen, einzelne durch Sturm gerissen. Bevor die Halle neu eingekleidet werden konnte, musste die komplette Asbestfassade herunter.

Giebelseite der Bergehalle in Lengenfeld mit typischen asbesthaltigen Fassadenplatten

Asbest-Fassadenplatten erkennen – typische Merkmale

Asbesthaltige Fassadenplatten wurden als ebene Tafeln oder als Wellplatten verbaut, meist grau, gelegentlich farbig beschichtet. Erkennbar sind sie an der spröden, zementartigen Struktur, am faserigen Bruchrand und an Prägungen auf der Rückseite. Verbaut wurde das Material an Hallen, Ställen, Trafohäuschen, Garagen und als Wetterschale an Wohngebäuden. Gewissheit bringt nur eine Laborprobe, und die nehmen wir vor Beauftragung – denn ob eine Fassade asbesthaltig ist, entscheidet über Verfahren, Schutzmaßnahmen und Entsorgungsweg.

Warum die Fassade meist mehr Fläche hat als das Dach

Bei landwirtschaftlichen Hallen wird die Fassadenfläche regelmäßig unterschätzt. In diesem Projekt standen 300 m² Dachfläche im ersten Bauabschnitt 1.200 m² Fassade im zweiten gegenüber – das Vierfache. Für die Planung heißt das: mehr Gerüst, mehr Verpackungsmaterial, deutlich mehr Entsorgungsvolumen und eine längere Bauzeit. Wir kalkulieren solche Projekte deshalb bewusst in Abschnitten, damit der Betrieb weiterlaufen kann und nicht die gesamte Halle gleichzeitig offen steht.

Asbestplatten an der Fassade der Lagerhalle in Lengenfeld im Vogtland vor der Entsorgung

So haben wir die Asbestplatten an der Fassade demontiert

1. Anzeige, Gefährdungsbeurteilung und Unterweisung

Auch für die Fassade galt: erst anzeigen, dann arbeiten. Wir haben die Sanierung bei der zuständigen Behörde angemeldet, die Gefährdungsbeurteilung erstellt und das Team objektbezogen unterwiesen. Festgelegt wurden Arbeitsverfahren, Schutzmaßnahmen, Zuwegung und die Abfolge der Fassadenseiten, damit die Halle nie unnötig lange vollständig offen steht.

2. Baustelleneinrichtung, Zugangstechnik und Absperrung

Für 1.200 m² Fassade braucht es eine belastbare Baustelleneinrichtung: abgesperrter und gekennzeichneter Arbeitsbereich, sichere Zugangstechnik über die volle Höhe, Personenschleuse, Schutzanzüge der Kategorie III, Atemschutz mit P3-Filter sowie ein Bereitstellungsplatz für das verpackte Material mit direkter Anbindung an die Verladung.

Längsseite der Halle in Lengenfeld während der Demontage der Asbest-Fassadenplatten

3. Zerstörungsfreie Demontage nach TRGS 519

Die Platten wurden einzeln von der Unterkonstruktion gelöst und im Ganzen abgenommen. Verschraubungen werden gelöst statt aufgeflext, festsitzende Befestigungen vorsichtig ausgetrieben; verwitterte Flächen behandeln wir vor der Demontage mit Restfaserbindemittel. Trennschleifer, Bohrhammer oder Hochdruckreiniger kommen an einer Asbestfassade nicht zum Einsatz, weil jedes dieser Werkzeuge Fasern in großer Menge freisetzt. Beschädigte Platten werden gesondert behandelt und sofort verpackt.

Giebelseite der Bergehalle in Lengenfeld nach dem Entfernen der Asbest-Fassadenplatten

4. Verpackung, Transport und Entsorgung

Jede abgenommene Platte wurde unmittelbar staubdicht verpackt, gekennzeichnet und auf dem Bereitstellungsplatz gesichert. Von dort ging das Material in mehreren Fuhren zur zugelassenen Deponie. Bei 1.200 m² Fassade kommt eine erhebliche Masse zusammen, deshalb haben wir Verpackung, Verladung und Abtransport eng getaktet, damit kein verpacktes Asbestmaterial länger als nötig auf dem Hof steht. Der Entsorgungsnachweis dokumentiert lückenlos, wo die Platten geblieben sind.

Eternit-Fassadenplatten mit Asbest an der Bergehalle in Lengenfeld im Detail

Innenansicht: Was nach der Demontage sichtbar wird

Sobald die Außenhaut ab ist, zeigt sich die Konstruktion darunter – und damit auch, was zusätzlich saniert werden muss. In dieser Halle waren Unterkonstruktion und Dachtragwerk in gutem Zustand, sodass der Betrieb direkt neu einkleiden konnte. Häufig finden sich in dieser Bauphase weitere asbesthaltige Bauteile, etwa Lichtplatten, Firstelemente oder Dachdurchführungen. Wir prüfen das im laufenden Rückbau mit und melden es, bevor daraus ein zweiter Auftrag mit erneuter Baustelleneinrichtung wird.

Innenansicht des Bergeraums in Lengenfeld mit Asbestzement-Dach über der Halle
Dachkonstruktion der Bergehalle in Lengenfeld von innen während der Asbestsanierung

Projektdaten im Überblick

Objekt: landwirtschaftlicher Betrieb in Lengenfeld (Vogtland) · Bauteil: Berge- und Lagerhalle, Fassade · Material: asbesthaltige Fassadenplatten aus Asbestzement · Fläche: 1.200 m² · Verfahren: zerstörungsfreie Demontage nach TRGS 519 · Leistungen: Genehmigungen und Unterweisungen, Baustelleneinrichtung, Demontage, staubdichte Verpackung, Transport und Entsorgung · Status: abgeschlossen

Was kostet es, Asbest-Fassadenplatten entfernen zu lassen?

Maßgeblich sind Fläche, Höhe und Zugänglichkeit der Fassade, der Zustand der Platten, die Art der Befestigung sowie die Entfernung zur Deponie. Große, gut zugängliche Hallenflächen lassen sich pro Quadratmeter günstiger sanieren als kleinteilige Fassaden mit vielen Anschlüssen und Durchbrüchen. Wir kalkulieren nach Aufmaß und geben einen Festpreis, der Demontage, Verpackung, Transport und Entsorgung einschließt – inklusive Nachweis.

Rückseite der Bergehalle in Lengenfeld nach abgeschlossener Asbestsanierung

Asbestfassade im Vogtland sanieren? Sprechen Sie uns an

Ob Bergehalle, Stall, Werkstatt oder Wohngebäude mit Asbest-Wetterschale: Wenn Sie in Lengenfeld oder im Vogtlandkreis Asbest-Fassadenplatten entfernen lassen wollen, übernehmen wir Anzeige, Demontage nach TRGS 519, Verpackung, Transport und Entsorgungsnachweis aus einer Hand. Senden Sie uns Fotos und ein grobes Aufmaß, dann melden wir uns kurzfristig mit einem Festpreisangebot. Den ersten Bauabschnitt dieses Hofes finden Sie in unserem Referenzprojekt zum Schleppdach mit 300 m² Asbest-Dachplatten.

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