Kernsanierung in Oberursel: H-Entstauber mit Vorabscheider im Arbeitsbereich, Fenster mit Folie abgeklebt, Estrich mit Kleberbett
Referenzprojekt 2026

Asbest-Bodenkleber Oberursel – Kernsanierung

Abgeschlossen: 27. Oktober 2026

Bei einer Kernsanierung in Oberursel (Taunus) lag unter dem alten Bodenbelag ein asbesthaltiger Bodenkleber direkt auf dem Estrich. Bevor neue Böden, Leitungen und Oberflächen eingebaut werden konnten, musste er vollständig entfernt werden – und zwar so, dass keine Fasern in andere Gebäudeteile gelangen. Wir haben den asbesthaltigen Bodenkleber im emissionsarmen BT-17-Verfahren abgeschliffen, die Abfälle über einen regionalen Entsorger aus Oberursel abtransportiert und den Bereich erst nach einer Freimessung freigegeben.

Warum asbesthaltiger Kleber vor einer Kernsanierung raus muss

Bis zum Verbot 1993 wurden vielen Bodenklebern Asbestfasern beigemischt. Besonders häufig betroffen sind schwarze, bitumenhaltige Kleber unter alten PVC-, Floor-Flex- oder Teppichbelägen. Solange die Schicht unberührt unter dem Belag liegt, setzt sie kaum Fasern frei. Bei einer Kernsanierung wird der Boden aber geschliffen, gestemmt, angebohrt oder neu aufgebaut – genau dann wird das Material zum Gesundheitsrisiko.

Wer eine schwarze Schicht auf dem Estrich entdeckt, sollte deshalb nicht selbst schleifen oder spachteln, sondern zuerst eine Materialprobe im Labor untersuchen lassen. Woran man das Material erkennt, erklären wir ausführlich im Ratgeber Asbestkleber erkennen und entfernen. Das Entfernen selbst gehört in die Hände eines Fachbetriebs mit Sachkunde nach TRGS 519.

Die Ausgangslage in Oberursel

Das Objekt wurde komplett entkernt. Bei unserem Arbeitsbeginn lag der Estrich in mehreren zusammenhängenden Räumen bereits frei – bedeckt vom Kleberbett mit dem typischen Muster des Zahnspachtels. Weil alle Folgegewerke der Kernsanierung später auf genau diesem Untergrund weiterarbeiten sollten, war das Ziel klar: ein sauberer, tragfähiger Estrich ohne Rückstände.

Vorbereiteter Raum in Oberursel: Fenster mit Folie abgeklebt, Wasseranschlüsse verschlossen, Estrich mit asbesthaltigem Kleberbett

Schutzkonzept: Abschottung, Personenschleuse und H-Entstauber

Vor dem ersten Schleifgang haben wir den Arbeitsbereich so vorbereitet, dass Fasern weder ins Freie noch in angrenzende Bereiche gelangen können.

Abschottung mit PE-Folie

Fenster, Wandöffnungen und angrenzende Wandflächen wurden mit Folie abgedeckt und an den Rändern dicht verklebt. Offene Wasseranschlüsse haben wir verschlossen, damit kein Staub in die Leitungen gelangt.

Personenschleuse am Zugang

Der Sanierungsbereich war ausschließlich über eine Personenschleuse erreichbar. Sie trennt den kontaminierten Arbeitsbereich vom sauberen Bereich: Schutzkleidung wird dort abgelegt, sodass keine Fasern an Kleidung oder Schuhen nach draußen getragen werden.

Personenschleuse am Zugang und mit PE-Folie abgeschottete Wand im Sanierungsbereich einer Kernsanierung in Oberursel

Entstauber der Staubklasse H mit Vorabscheider

Abgesaugt wurde mit Entstaubern der Staubklasse H – Geräten, die für krebserzeugende Stäube zugelassen sind. Ein vorgeschalteter Zyklon-Vorabscheider fängt den Großteil des Schleifstaubs ab, bevor er den Hauptfilter erreicht, und füllt ihn direkt in einen geschlossenen Sammelsack. So bleibt die Saugleistung über die gesamte Fläche konstant.

Asbesthaltigen Bodenkleber abschleifen nach BT 17

BT 17 ist ein von der DGUV anerkanntes emissionsarmes Verfahren nach TRGS 519. Die Schicht wird mit einer Bodenschleifmaschine abgetragen, deren Schleifkopf über eine Absaughaube direkt mit dem Entstauber verbunden ist. Der Staub wird also genau dort erfasst, wo er entsteht, statt sich im Raum zu verteilen.

Gegenüber dem Abstemmen hat das Schleifen zwei Vorteile: Der Estrich bleibt erhalten und muss nicht erneuert werden, und die Faserfreisetzung bleibt deutlich geringer. Vor Ort haben wir den asbesthaltigen Bodenkleber Bahn für Bahn abgeschliffen, bis der Estrich vollständig sauber war.

Husqvarna-Bodenschleifmaschine mit angeschlossenem H-Entstauber zum Abschleifen von Asbest-Bodenkleber nach BT 17 in Oberursel

Entsorgung über einen Entsorger aus Oberursel

Schleifstaub und alle kontaminierten Materialien – Folien, Filter und Einwegschutzkleidung – wurden verpackt und als gefährlicher Abfall entsorgt. Die Abfuhr übernahm der Behälterdienst Sommerkorn GmbH aus Oberursel. Durch den regionalen Entsorger blieben die Wege kurz und die Abfälle mussten nicht lange auf der Baustelle zwischenlagern.

Freimessung vor der Freigabe

Nach Abschluss der Schleifarbeiten wurde eine Freimessung durchgeführt: Die Raumluft im Sanierungsbereich wird dabei auf Fasern untersucht. Erst danach haben wir den Bereich freigegeben und die Abschottung zurückgebaut. Die Freimessung ist der Nachweis dafür, dass die Folgegewerke der Kernsanierung ohne Gesundheitsrisiko weiterarbeiten können.

Häufige Fragen zu Asbest im Bodenkleber

Wie erkenne ich Asbest im Bodenkleber?

Verdächtig sind vor allem schwarze, bitumenhaltige Schichten unter Belägen, die vor 1993 verlegt wurden. Mit bloßem Auge lässt sich das aber nicht sicher erkennen – Gewissheit bringt nur die Laboranalyse einer Materialprobe.

Darf ich Asbestkleber selbst abschleifen?

Davon raten wir dringend ab. Ohne geeignete Absaugung und Abschottung werden beim Schleifen Fasern freigesetzt, die sich im ganzen Gebäude verteilen. Solche Arbeiten gehören in die Hand eines Fachbetriebs mit Sachkunde nach TRGS 519.

Was kostet es, Asbestkleber entfernen zu lassen?

Die Kosten hängen vor allem von der Fläche, der Schichtdicke, der Zugänglichkeit sowie vom Aufwand für Abschottung, Entsorgung und Freimessung ab. Eine belastbare Zahl lässt sich erst nach einer Besichtigung nennen. Wie ein kleinerer Auftrag unter PVC abläuft, zeigt unsere Referenz aus Hof.

Was ist das BT-17-Verfahren?

BT 17 bezeichnet ein emissionsarmes Verfahren zum Abschleifen asbesthaltiger Kleber mit einer abgesaugten Bodenschleifmaschine. Weil der Staub direkt am Schleifkopf erfasst wird, bleibt die Faserbelastung im Raum gering.

Asbesthaltigen Bodenkleber entfernen lassen in Oberursel und im Hochtaunuskreis

Bau2day ist als Fachbetrieb nach TRGS 519 in Oberursel, im Hochtaunuskreis und im gesamten Rhein-Main-Gebiet im Einsatz. Wenn Sie bei Ihrer Sanierung einen Verdacht haben, melden Sie sich gern: Wir sehen uns die Situation vor Ort an, klären die Probenahme und planen den Rückbau so, dass Ihre Kernsanierung ohne lange Pause weitergehen kann. Alle Leistungen in der Region finden Sie auf unserer Seite zur Asbestsanierung in Oberursel.

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